Corona

Ja, ich bin gerade an einem größeren, Collagenartigen Bild dran, was so ein bisschen Portraitieren soll, wie Corona unser Leben beeinflusst hat. Ich erhebe keinen Anspruch auf Objektivität, aber ich bemühe mich darum. Diese ältere Dame hier ist die erste Impression. Ältere Damen habe ich bisher selten gezeichnet, aber es war mir wichtig, diesmal nicht nur „Standard-Menschen“ zu zeichnen. Zwar haben auch die jüngeren Menschen unter Einsamkeit gelitten, aber die älteren vermutlich umso mehr. Nunja; ich hoffe, dass die Skizze sich selbst erklärt.

Paula ist eingezogen

Jep, ich bin jetzt stolze Besitzerin eines kleinen Welpen. 😄 und es dreht sich momentan alles um sie. Ich hab mich, seit wir den Entschluss gefasst hatten, nonstop mit dem Thema beschäftigt und fühlte mich nach den tausend Youtube-Videos unvorbereiteter als vorher.

Jetzt, so knapp 46 Stunden nach ihrem Einzug kann ich – zumindest für Paula- sagen, ist alles nicht so wild. Sie zeigt eindeutige Anzeichen, wenn sie pieseln muss. Ja: Sie pinkelt in erster Linie dort, wo sie nicht soll. ABER sie hat schon verstanden, dass sie aufs Katzenklo gehen soll und 80% aller Hinterlassenschaften landen auch dort. Mit draußen gehen tut sie sich noch schwer, aber da mache ich mir noch keine Sorgen; das kommt dann.

Sie ist zu Anfang noch sehr ängstlich gewesen, aber das hat sich mit dem gestrigen Spaziergang mittags zur Kita erledigt; da sie noch keinen Millimeter laufen wollte, habe ich sie in die dafür vorgesehene Umhängetasche gesteckt und bin so mit ihr behutsam zur Kita gegangen. Sobald ich merkte, dass bei ihr die Lust aufkam, selbst zu laufen, ließ ich sie angeleint ein paar Meter laufen. Und auf dem Rückweg, schon mit Sara ist sie dann vorbildlich an der kurzen Leine gelaufen – natürlich nicht die ganze Strecke. Insgesamt war sie gestern bestimmt nicht mehr als 5 bis 10 Minuten gelaufen; irgendwann kam der berühmte Punkt, an dem sich ein Welpe hinsetzt und nicht weiterlaufen möchte; das ist dann auch der Punkt, an dem genug ist.

Seit diesem Spaziergang will sie garnicht mehr von meiner Seite weichen.
Und heute ist sie schon ganz mutig mit uns mitgelaufen. Mittags hat sie sogar an der Wohnungstür gestanden und hat um einen Spaziergang gebeten, den sie komplett selbst gelaufen ist 😄 Heute kriegen wir vermutlich die „drei mal 10 Minuten“ locker voll.

Was mir aufgefallen ist: sie ist ne kleine Frostbeule; schon bei diesen Septemberlichen Temperaturen zittert sie morgens und abends sehr stark; vor allem bei Wind. Das ist wieder so ein Moment, in dem ich dankbar dafür bin, Nähen zu können. WENN sie schon Hundepulli-Trägerin wird, dann werde ich mich aber an den Outfits austoben. 😁 Ich plane Gedanklich schon das Weihnachtsmann-Outfit für den Winter. 🤣

Was gibt es noch? Meine Mutter, die meinte „Ein neuer Hund kommt mir nicht ins Haus!“, hat sich auf den ersten Blick in Paula verliebt. 🥰 Also hab ich auch wieder eine Betreuung für die Stunden, die ich zur Arbeit hoch kommen muss. Aber mit so einer aufgeschlossenen Reaktion hätte ich bei meiner Mutter nicht gerechnet.

Pauka scheint begeistert von uns zu sein und macht alles, was sie so mitmachen muss, ohne Theater mit. Bei ihr reicht momentan liebevolle Konsequenz. Sie springt mir auf dem Sofa ins Gesicht um mir mein Essen zu klauen? Einmal vorsichtig wegschieben und streng gucken; schon macht sie es neben mir gemütlich.

Ja, eigentlich ist sie momentan nur ne Freude. 😍

Tränenreiche Begleitung

Die Einhorncupcakes von letztem Jahr; mein erstes Mal mit Fondant.

Meine Tochter hatte Geburtstag. Als ich sie vor einem Monat gefragt habe, welche Torte sie sich wünscht habe ich nur ganz doll gehofft, dass sie sich nicht schon wieder irgendwas kunstfertiges wünscht wie Einhorncupcakes.

Doch sie hat die Augen weit aufgerissen und sich ganz entschlossen für meine sagenumwobene Tränentorte entschieden. Das erste Mal habe ich sie anfang Dezember 2019 gebacken und seitdem eigentlich bei jedem kleinen Event; es ist ein klasse Rezept was mir einfach jedes mal gelingt und es ist das einzige Käsekuchenrezept, was mir schmeckt, weil die Masse einfach eine traumhafte, cremige Konsistenz bekommt.

Nicht immer schön, aber immer lecker! Hier zum 30. Geburtstag meiner besten Freundin. Die Figuren sind von der Künstlerin Jana Merkens.

Ich habe diesen Kuchen zu Geburtstagen, Feiertagen, sogar zur Beerdigung meines Vaters gebacken. Ein mal habe ich ihn sogar verschenkt; und nun habe ich ihn wieder zu einem Geburtstag gebacken; den Tränenkuchen. So wie man Freudentränen als auch Tränen der Trauer haben kann passt dieser Kuchen einfach zu jeder Gelegenheit. Und weil dieses Rezept bisher wirklich jeden „Probanden“ positiv umgehauen hat und trotz tausendfachem Backen noch nicht aus den Ohren herausquillt möchte ich es nicht länger vorenthalten. Hier kommt der Link zum Tränentraum:

https://www.chefkoch.de/rezepte/1255131230975627/Traenenkuchen-der-beste-Kaesekuchen-der-Welt.html

Ich backe ihn meistens spät am Abend und lasse ihn im Backofen mit geöffneter Tür über Nacht abkühlen und stelle ihn dann am Morgen bis zum Verzehr kalt.

Deprimierende Feiertage

Tja, und dann muss ich mal erwähnen, dass besondere Tage wie der Geburtstag meiner Tochter mich momentan echt traurig stimmen. Es hat sich ergeben, dass wir wegen Verhinderung der Großeltern Väterlicherseits und wegen Corona (alle anderen üblichen Verdächtigen wurden lange vorher ausgeladen) nur zu viert feiern wollten. Und dann denke ich daran, dass meine Hündin und mein Vater auf diesem kleinen Freudenfest gefehlt hätten… das zieht runter. Und dann denke ich daran, dass meine Restfamilie mich ausgestoßen hat weil ich für die Maskenpflicht bin; das zieht auch mächtig runter.

Und dann kommt das Gedankenkarussell: Warum? Warum kann meine Restfamilie nicht so vernünftig sein und Coronameinung und Familienbande trennen? Irgendwann ist Corona nichts weiter als eine Böse Erinnerung. Aber dass meine Lieblingstante mich auf Whatsapp mit einem Fäkalausdruck verabschiedet und mich dann bis heute geblockt hat, das bleibt. Das werde ich ihr auch nicht verzeihen. Ja gut, als rechtschaffene Christin muss ich ihr diese Verletzung irgendwann verzeihen, aber ich bin dermaßen enttäuscht und verletzt; ich wünsche keinen Kontakt mehr zu ihr. Ich habe keine Kapazitäten für On-Off-Beziehungen. Wenn ich ihr nicht mehr als diese Reaktion wert bin, warum sollte ich mehr Energie investieren als ich sie ihr wert bin? Ja gut, jetzt muss ich mir wieder selbst ins Wort fallen: als rechtschaffene Christin hält man die zweite Wange hin und versucht Liebe zu sähen. Aber mal von Mensch zu Mensch: für dieses Jahr ist mein Saatgut schon fast aufgebraucht; ich werde den Rest besser auf fruchtbaren Boden aussähen als es an Menschen zu verschwenden, die es nicht wertschätzen.

Ich hab schon öfter gesagt: dieses Jahr sollte man sich nicht mit mir anlegen. Damit meine nicht nicht, dass man mir nicht widersprechen darf; das darf man. Man braucht auch keine Angst zu haben, sich mit mir zu streiten; rational zu streiten. Ich bin immer offen für eine rationale Diskussion; das wäre für mich nie ein Grund, einzuschnappen. Aber Verhalten wie obiges lasse ich dieses Jahr nicht auf mir sitzen. Ich hasse es momentan auch, wenn mir jemand fremdes zu nahe kommt. Früher gab es noch den Sozial angemessenen Abstand von einem Handschlag, heutzutage wird man von manch Fremden schon fast gekuschelt obwohl Abstand sogar gesetzlich vorgeschrieben ist! Ganz ehrlich aber nicht weinerlich gemeint: dieses Jahr hat mich gebrochen. Und in diesem Zustand WILL ich auch ohne Corona nicht, dass Fremde mir auf die Pelle rücken. Und wer es wagt, kriegt einen Anranzer. Man darf mich auch nicht foppen, schlechte Laune an mir ausleben oder mich Schikanieren. Da fällt mir ein, dass ich noch eine Beschwerde an die Stadt schreiben muss…🤔

Ich bete nur, dass jetzt wieder Frieden in meinem Leben einkehrt. Was ich jetzt brauche ist Beständigkeit und Routine und den ein oder anderen Anlass zur Freude. Und ich weiß, dass ich nicht das ärmste Würstchen der Welt bin. Das muss ich auch nicht sein um mich so zu fühlen. Ich habe gerade einen Tiefpunkt in meinen Leben hinter mir und bin entsprechend drauf.

Und dann kommt die Wendung

Und dann kommt das I-Tüpfelchen: am Morgen von Saras Geburtstag rief mich die Oma Mütterlicherseits (also meine Mutter) mit einer Hiobsbotschaft an und… tja, der Rest ist auf bitten meiner Mutter privat. Jedenfalls waren wir den ganzen Tag nur noch wegen ihr beschäftigt; sie konnte nichts dafür, die Sache war weitaus wichtiger als ein Geburtstag. (Geburtstage kann man nachholen) Und dann verbrachten wir den Abend nur noch zu dritt: Mama, Papa, Geburtstagskind.

Sara war trotzdem glücklich; und ich bin mächtig stolz auf sie; sie hat so extrem auf ihren Geburtstag hingefiebert und es ist so viel schief gegangen. Sie hat ihre Bedürfnisse hinten an gestellt und war dankbar für das, was wir noch so aus ihrem Geburtstag irgend gemacht haben. 🎈💖

Naja und ich hab was gelernt: Schlimmer geht immer! Ich hab vorher über die Situation geheult? Es ist spontan schlimmer geworden! Und es hätte noch schlimmer kommen können, ist es aber nicht! GOTT SEI DANK! 🙏

Nungut, genug geplaudert. Ich kann den Käsekuchen nur wärmstens Empfehlen; er ist wirklich so toll wie ich sage. 💖 Also lasst ihn euch schmecken. Ich bin dann mal weiter Pixeln 😋

Langsam…

Langsam hab ich den Dreh raus 🙂 Gestern habe ich mir drei Stunden genommen, um mir ein ausführliches Tutorial über die „Autotiles“ und ein paar andere Sachen zu Gemüte zu führen; es hat sich ausgezahlt. Sowohl der Rasen als auch die Bäume sind nahtlos. Eben habe ich noch den großen Baum nahtlos gepixelt; solche wird es in drei Größen geben; vergleichbar mit Dörfern, Städten und Burgen; wobei es nur eine „Burg“ geben wird; den Irdenasbaum.

Ich dachte mir; wenn es ein RPG wird, dann aber mit möglichst individueller Grafik.