Frohes neues Jahr!

Wir hatten einen Gesellschaftlichen Konsens darüber, dass das Unglück letztes Jahr tatsächlich mit dem Jahr im Zusammenhang steht, und wir waren uns bei dem Gefühl einig, dass sich das Unglück mit dem neuen Jahr langsam auflösen wird; und genau das wünsche ich euch und uns allen. 🙂

Ich wünsche euch fürs Neue Jahr, dass früher nicht alles besser war.

Ist mein alljährlicher Kitschspruch für das darauffolgende Jahr. Eigentlich garnicht so flach, wie er zunächst klingen mag.

Ein großes Geschenk fürs neue Jahr

Im Dezember war ich zwar still, doch passiert ist einiges. Kurz nach meinem letzten Post habe ich mich überraschend spontan dazu entschieden, meinen Job bei der Fleischerei W. Kadel zu kündigen. Die Fleischerei behalte ich aber, so die Absprache, als Kunden. Das ist für mich ein riesen Schritt; während eine Festanstellung das Geländer war, an dem ich mich festhielt, muss ich meinen Weg nun Freihändig weiter gehen.

Aber dieses haltgebende Geländer hat mich oftmals viel Zeit gekostet, die ich für meine Selbstständigkeit gebraucht habe und so manchen Kunden musste ich zeitlich vertrösten, weil mich meine Hauptarbeit so eingesogen hat. Damit ist jetzt Schluss.

Ja, dieser Schritt hat mich viel Mut gekostet, war aber vermutlich der größte Gefallen, den ich mir nur tun konnte. Ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Familie mit mir hinter dieser Entscheidung steht.

Kreatives im Dezember

Kreativ war ich im Dezember vor allem mit meiner kleinen Tochter; es war Weihnachtszeit (und sie war ja auf meinen Wunsch seit Oktober daheim), und ich habe möglichst viel Zeit mit ihr verbracht. Wir haben einen Papp-Tannenbaum mit Lichterkette für Omas Fenster gebastelt und Clip-Bilderrahmen mit kleinen Plastikedelsteinen beklebt.

Mein Corona-Weihnachten

Ich find das Thema selbst etwas langweilig, aber vielleicht werde ich in wenigen Jahren anfangen, darüber zu lamentieren. Ich muss sagen, dass ich sowohl den Heilig Abend als auch die Weihnachtstage sehr genossen habe. Zusammen mit meiner Mutter haben wir Diniert und die Bescherung meiner Tochter genossen. Sie hat ihre Geschenke genüsslich ausgepackt und alle auch gleich einmal ausprobiert. Wir haben einen Weihnachtsgruß für unsere Verwandten aufgenommen und verschickt, viel Telefoniert und Gechattet, am Abend einen Videogottesdienst angeschaut; es war doch romantischer als es jetzt klingen mag. Unvergesslich anders.

Und die Weihnachtstage habe ich auf dem Sofa mümmelnd und Stardew Valley spielend verbracht. 😂 Das war SO entspannend; genau das richtige nach diesem Jahr.

Ja, mag sein, dass ich alle Vermissen müsste, aber ich freue mich einfach darauf, dass es nächstes Jahr anders sein wird; das wird es nämlich. Wenn mein Mann und ich geimpft sein werden, dann ist das Thema Corona für uns weitestgehend abgehakt; ich kann nicht auf ewig mein Kind zuhause lassen obwohl die Kitas offen sind (sie wird die Kita spätestens dann besuchen, wenn die Infektionszahlen niedrig sein werden, also noch vor den Impfungen) oder auf jeden „unnötigen“ Besuch verzichten, aus Sorge vor Corona. Das deprimiert. Auch mich.

Ich wirke durch meine konsequente Art vielleicht Gefühllos, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich male mir einfach aus, was „dieses eine“ Treffen verursachen könnte und frage mich dann, ob es das wert ist; ist es zumeist nicht. Vor allem nicht, solange die Infektionszahlen so extrem hoch sind. Nicht allein das Infektionsrisiko ist erhöht, auch die Wahrscheinlichkeit, dass man im Falle eines schweren Verlaufs mit einem anderen Patienten um die Versorgung eifern muss ist es. Und ich will weder diejenige sein, die den Vortritt kriegt, noch diejenige, die den Vortritt gibt; ich hab ein kleines Kind, was mich braucht.

Ok, jetzt nach den Feiertagen scheinen die Zahlen zu sinken, aber die jüngsten Zahlen sind nicht wirklich verlässlich.

Was bedeutet „Das Thema ist abgehakt, sobald wir geimpft sind“? Es bedeutet vor allem, dass wir nicht mehr vorsichtiger sein als es die Regelungen verlangen; das sind wir nämlich momentan. Mir ist es egal ob ich im Supermarkt eine Maske trage oder nicht. Es ist für mich keine Schwierigkeit, mich an die Regelungen zu halten, auch mit Impfung. Obwohl ich mich impfen lassen möchte, halte ich es für grundlegend falsch, geimpften Privilegien zuzusprechen, auch in der Privatwirtschaft. Das wird Gesellschaftlich ganz schnell ganz hässlich.

Mir ist es egal, ob ich mich mit einem Haushalt oder 20 Haushalten treffen darf; Hauptsache wieder Menschen. Wir sind eh nicht so die Partymenschen; viel lieber treffen wir uns „intim“ mit einem oder einigen wenigen Haushalten; da denke ich zum Beispiel an die Treffen mit meiner besten Freundin oder an unsere Rollenspielgruppe. Ich denke an die klassischen allwöchentlichen Treffen mit der Familie meines Mannes, zu dem traditionell eigentlich nicht nur seine Eltern sondern auch seine Geschwister Ehepartner und Kinder gehören; die haben wir seit Coronabeginn nicht mehr persönlich getroffen… (Weil es unter ihnen jemanden gibt, der Atilla Hildmann glauben schenkt.)

Und vor allem höre ich dann auf, alle vor der Gefahr, die Corona birgt, zu warnen und mit Querdenkern zu diskutieren. Ich bin es leid. Ich habe bis dahin lange genug gequatscht und mich lange genug unbeliebt gemacht. Wer bis zu dem Zeitpunkt (ich werde als einer der letzten drankommen) noch Quer denkt, dem ist nicht mehr zu helfen… Vor allem in der Verwandtschaft werde ich mich dann einfach nur zurücklehnen. Ich habe keine Lust mehr, mich mit allen wegen dem C-Wort zu zoffen. Es macht mir doch auch keinen Spaß! Aber wenn ich die Klappe halte, bin ich an der Desinformation mitschuld.

Was das neue Jahr bringt,…

…mal sehen. Die Kündigungsentscheidung habe ich jedenfalls keinen Moment bereut; wenn keine Faser meiner Selbst und keine „kleine Grille in meinem Ohr“ ein Veto dagegen einlegen möchte, so muss es jedenfalls der richtige Schritt für mich sein.

Vieles von dem, was ich jetzt erst angehe, hätte ich schon letzten Februar angehen sollen; zum Beispiel habe ich mir endlich professionelle Programme fürs Grafikdesign geholt; ich werde mit Affinity anstelle von Adobe arbeiten.

Vorsätze

Ja, sich einmal im Jahr Vorsätze zu überlegen ist naiv. Ich hab jeden Tag welche. Jeder Tag ist Tag 1, wenn es darum geht, gute Gewohnheiten zu etablieren oder an schlechten Eigenschaften zu arbeiten. Trotzdem schenkt die Weihnachtszeit einem die Ruhe, um sich einmal Gedanken darüber zu machen was gut lief und was man ändern möchte. Gerade, weil das neue Jahr auch mit einem neuen Lebensabschnitt beginnt, hab ich natürlich Vorsätze und Wünsche. Mein Ziel für dieses Jahr ist, dass ich mit meiner alleinigen Selbstständigkeit mein nun fehlendes Einkommen auffange.

In einem Jahr wie diesem, das mit einem Lockdown beginnt, kann ich dankbar sein, wenn ich dieses Ziel erreiche. 😊

Mein Vorsatz ist, eine gute Work-Life-Balance zu schaffen. Und da ist auch das Stichwort; ich muss jetzt los, die Familie ruft 😉

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